Mittwoch, 4. September 2024

Abriss im Sommer

Badenwerkhochhaus, September 2024

Sehr heißer Sommertag. Am Sonntag ruht die Baustelle, an der Stockwerk für Stockwerk das Hochhaus abgerissen wird. An Wochentagen hört man tagsüber die Presslufthammer, die die Betonstücke ablösen und abtragen, laut in die Südstadt hinein. Vor der Hochhausruine tut sich eine große Baugrube für einen ganz neuen Neubau auf. Die Stämme der jungen Bäume, die am Bahnsteig der neuen Haltestelle "Ettlinger Tor/Staatstheater" gepflanzt sind, wurden weiß getüncht. Das Blattwerk sieht sehr trocken aus. Sie spenden bislang keinen wirksamen Schatten an solch heißen Tagen wie diesem 1. September.

Kunsthalle Karlsruhe

Wegen Sanierung bis auf weiteres geschlossen, September 204

 

Freibad Rüppurr

Heiße Sommertage in Karlsruhe, August 2024

 

Montag, 19. August 2024

Städtische Galerie Karlsruhe

Blick auf die Gebäuderückseite, Standort: Filmpalast am ZKM, August 2024

Zu sehen ist auch die 2015 geschaffene Skulptur "Taiwan Ruyi", Segenswünsche aus Taiwan, von Mu Xiang Kang. Sie besteht aus ausgedientem Aufzugsseil (Stahl). 

Donnerstag, 11. Juli 2024

Coffee Boxx

Moltkestraße 44, Juli 2024

 

Stadtgarten Pelikane

Stadtgarten Pelikane
Wasservögel auf dem Standtgartensee, Juni 2024

 

Baum und der Denkende

KIT Campus Süd, Engesserstraße, Juni 2024

Manchmal hilft es enorm, Abstand zu nehmen und die Dinge aus der Distanz zu betrachten. Beim Zeichnen erfährt man diese Lebensweisheit sehr intensiv. Ich gehe also einige Schritte zur Seite und schau mir den Denkenden aus etwa zehn Metern Entfernung an und sketche. Jetzt kommt mehr als die Skulptur die Umgebung der Skulptur aufs Bild. Und das ist vor allem... Baum! Es ist Juni. Die Bäume tragen volles Blattwerk. Ich zeichne also den Baum, der sich als riesiger Partner zur Skulptur von Karl-Heinz Krause gesellt, habe aber mit Blattwerkdetails meine Schwierigkeiten, weshalb ich - um die dicht gewachsene Baumkrone darzustellen - zum zerstampften Grafitstaub greife und ihn ausgiebig mit den Fingern übers Papier verschmiere. Macht irre Spaß. Kann ich nur empfehlen. Einfach alte, abgebrochene Bleistiftminen sammeln, mit Stößel im Mörser zerdrücken und rauf damit aufs Papier. 

Manchmal hilft es enorm, Abstand zu nehmen und die Dinge aus der Distanz zu betrachten. Manchmal. Während ich so eifrig mit meinen silbern schillernden Fingerspitzen und Fingerrücken und Daumenballen über Papier schmiere, und zwar in der bemühten Absicht, die vielen, vielen Blätter des Baumes grafisch expressiv darzustellen, bemerke ich, dass das, was da auf meinem Papier entsteht mehr so eine graue, schwere, depressive Wolke ist. War so vor wenigen Sekunden noch gar nicht vorgesehen, kommt jetzt aber wenige Sekunden später passend und cool rüber. Der Denkende umgeben von schwermütigem Grafitgeschmiere.