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| Friedrichsplatz, August 2026 |
Sketchen am Friedrichsplatz: Das Naturkundemuseum Karlsruhe
im Sommer. Allerdings hat es leicht geregnet. Wer genau hinschaut, entdeckt ein
paar Tropfen auf dem Hausdach. Links flattern die Werbefahnen des Museums,
davor auf der Rasenfläche sieht man die bronzenen „Springenden Panther“ von
Andreas Helmling. Dahinter steht der Quetzalcoatlus, das rund 5,70 Meter hohe
Modell eines Riesenflugsauriers, das ursprünglich für eine Sonderausstellung
aufgestellt wurde und bis heute vor dem Museum stehen geblieben ist.
In der Mitte der Zeichnung zu sehen ist der „Mittelrisalit“
des Museumbaus. Das Gebäude wurde nach Plänen des Karlsruher Hofbaumeisters
Karl Joseph Berckmüller zwischen 1865 und 1876 als renaissancistische
Dreiflügelanlage errichtet und gilt als zweitältester Museumsbau Deutschlands.
Oben auf dem Mittelrisalit thronen vier Marmorfiguren des Bildhauers Carl
Johann Steinhäuser: Ethnografia für die Völkerkunde, Minerva für Wissenschaft
und Künste, Klio für Geschichte und Altertümer und Isis für die
Naturwissenschaften. Sie weisen auf die ursprünglichen Sammlungsbereiche des
Hauses hin.
Halb rechts kündigt ein großes blaues Plakat die
aktuelle Sonderausstellung „Versammelt“ an. Unten kreuzen Passanten und ein
Radfahrer die Erbprinzenstraße zwischen den bunt bepflanzten Blumenrabatten