Freitag, 31. Juli 2026

Am Kongressplatz

Wasser und Rasensprenger an den Blumenrabatten, Juli 2026
 

Die Skizze zeigt eine typische Urban-Sketching-Szene aus Karlsruhe. Habe sie in das kleine Ringbuch-Sketchbook gezeichnet. Die Spiralbindung bleibt bewusst als Teil der Bildwirkung erhalten. Die Doppelseite ist eine spontane Vor-Ort-Zeichnung, schnell, konzentriert, mit Blick für das Auffällige.

Standort ist am Kongressplatz, unmittelbar an den Blumenrabatten vor dem Novotel. Links steht eine Parkbank, daneben eine Laterne mit zwei Leuchten. Eine zweite, baugleiche Laterne bildet rechts den Gegenpol des Bildes und rahmt die Szene ein.

Zwischen den Laternen im Hintergrund der Straßenraum. Fahrzeuge – darunter ein Fahrradfahrer und ein Auto – beleben die Straße. Die Architektur bleibt reduziert dargestellt. Die Spiralbindung teilt die Zeichnung in zwei Hälften. Sie stört, unterstreicht aber den Charakter des Skizzenbuchs als Arbeitsmedium und erinnert daran, dass die Zeichnung direkt vor Ort entstanden ist.

Das Schönste an der Skizze? Eigentlich das, was man gar nicht anfassen kann: das Wasser. Die feinen Striche sind die Sprühbögen der Rasensprenger, die gerade über die Blumenrabatten tanzen. Zusammen mit Fahrrad, Autos und dem sommerlichen Grün entsteht eine Szene, die sich fast bewegt.

Donnerstag, 30. Juli 2026

Am Entenfang

Fußgänger in Mühlburg, Juli 2026

Manche Orte sind keine Postkartenmotive und gerade deshalb spannend. Der Entenfang in Karlsruhe-Mühlburg gehört dazu. Straßenbahnen und Busse treffen hier aufeinander, Autos schieben sich in Richtung Innenstadt, Fußgänger warten an der Ampel. Wer sich mit Skizzenbuch und Stift an diesen Verkehrsknoten setzt, zeichnet weniger ein Gebäude als den Rhythmus der Stadt.

Rechts im Hintergrund ist der "nahkauf" zu erkennen. Die Ampelmasten geben dem Bild Struktur, die Fußgängerfurt führt den Blick durch die Szene, wartende Menschen werden zu kleinen Ruhepunkten zwischen all der Bewegung. Am Entenfang zeigt sich Karlsruhe nicht von seiner repräsentativen Seite, sondern so, wie die Stadt jeden Tag funktioniert. Kein Postkartenmotiv, aber voller kleiner Geschichten zwischen zwei Ampelphasen.

Mittwoch, 29. Juli 2026

Synagoge

Jüdische Kultusgemeinde Karlsruhe, Juli 2026
 

36 Grad im Schatten. Für meine Skizze der Karlsruher Synagoge suche ich mir deshalb keinen Platz direkt vor dem Gebäude, sondern die gegenüberliegende Straßenseite. Unter den hohen Bäumen bei den Wohnhäusern der von-Beck-Straße gibt's Schatten. Guter Ort, um zu sitzen, zu beobachten und langsam Strich für Strich das Gebäude zu sketchen. 

Die Synagoge ist eine zeichnerische Herausforderung. Die Kubatur ist klar, aber komplex und - na ja - so ganz richtig ist es nicht getroffen. Aber geschenkt! Der Charakter des Gebäudes und alles, was davor so los ist, kommt gut rüber. 

Vor der Synagoge steht ein großes Plakat, das den Blick auf die Baustelle der Zukunft lenkt: „Wir bauen für unsere Zukunft“. Das Gemeindezentrum der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe wird erweitert. Das ist schön. Da kommt der Urban Sketcher gerne wieder!

Dienstag, 21. Juli 2026

Dienstag, 14. Juli 2026

Konrinthisches Kapitell

Konzerthaus Karlsruhe, Juli 2026
 

Manchmal lohnt der Blick nach oben. Eines der korinthischen Kapitelle am Konzerthaus zeigt, dass da viele Details an der Fassade zu entdecken sind. Fein ausgearbeitete Blätter und Ornamente und Eleganz von historischer bzw. historisierender Architektur. Im Sketch ist natürlich alles nur sehr grobstrichig dargestellt. Der blaue Textmarker zeigt, wo der Schatten gefallen ist. Immerhin kriegt das Ganze dadurch etwas Tiefe.