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| Großes neues Wohnhaus an der Kreuzung Ludwig-Erhard-Allee, September 2026 |
Donnerstag, 17. September 2026
Samstag, 12. September 2026
Females
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| Gesketcht im Kunstmuseum Karlsruhe: Tuschezeichnungen von Marlene Dumas, September 2026 |
Zwischen Identität und Anonymität
Für ihre Tuschezeichnungen „Females“ hat Marlene Dumas nass in nass gearbeitet. Dadurch laufen die Linien ineinander, verschwimmen und lassen die Frauengesichter zugleich deutlich und schemenhaft erscheinen. Genau dieser Zwischenzustand macht den Reiz der Zeichnungen aus: Die Gesichter scheinen individuelle Identitäten zu tragen und bleiben doch anonym.
Beim Abzeichnen mit Bleistift habe ich versucht, diese eigentümliche Spannung aus klarer Kontur und verschwimmender Form aufzunehmen. Der Bleistift kann die fließende Qualität der nassen Tusche nicht ganz nachahmen. Aber vielleicht kommt er dem tastenden, offenen Charakter der Gesichter gerade dadurch näher.
Hell komplett
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| Bleistiftskizze nach dem linken Bildteil von Marlene Dumas Gemälde "Hell", September 2026 |
Was der Bleistift nicht kann
Der Bleistift kann nicht, was die Malerei kann. Er kann keine Farbschichten übereinanderlegen, Farbe nicht dick oder hauchdünn auftragen, keine Erhebung stehen lassen und keinen Grat aus Farbe bilden. All das aber nutzt Marlene Dumas in ihrem Gemälde „Hell (The People of the Artworld in Monets Lake of the Searoses)“ und genau deshalb war es reizvoll, das Gemälde mit Bleistift abzuzeichnen: Malerei, die sich in Linien und Schraffur neu zusammensetzen muss.
Marlene Dumas, 1953 in Kapstadt geboren und seit 1977 in Amsterdam lebend, zählt zu den renommiertesten Künstlerinnen der Gegenwart. „Hell“ lebt von intensiven Blau-, Grün- und Rosatönen. Eine Menschengruppe beherrscht das Bild: reglos steht sie in einem dunklen Gewässer und blickt den Betrachter frontal an. Schon der Titel verrät das eigentümliche Spiel mit der Kunstgeschichte: „The People of the Artworld in Monets Lake of the Searoses“, also die Menschen der Kunstwelt in Claude Monets Seerosenteich.
Als Vorlage diente Dumas ein Teamfoto des Stedelijk Museum Amsterdam. Drei Jahre arbeitete sie an dem Gemälde, bis es 1990 vollendet war. Anschließend wurde es vom Kölner Sammlerehepaar Ute und Eberhard Garnatz gekauft und hing fortan in dessen Wohnung. Karlsruhe hat es "derzeit" als Dauerleihgabe, was natürlich großartig ist. Danke!!
Meine Zeichnung kann von dieser Farbigkeit und der pastosen Oberfläche nichts wiedergeben. Sie versucht etwas anderes: die Formen, die Gesichter, die Körper aus dem Gemälde herauszulösen und mit einem einzigen Material festzuhalten. Was bei Dumas aus Farbe, Schichten und Graten entsteht, wird auf dem Papier zu Linie, Fläche und vor allem viel schrummelige Schraffur. Ein Bild über die Kunstwelt wird so selbst zum Gegenstand einer kleinen Zeichenübung.
Und hier jetzt die zusammengesetzte Zeichnung aus linker und rechter Bildhälfte des Gemäldes:
Im Café Bitte lächeln
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| Ettlinger Straße Ecke Schützenstraße, September 2026 |
Diese Zeichnung entstand bei einem Milchkaffee im Café „Bitte lächeln“. Der Blick geht hinüber zum Döner-Imbiss. Menschen sitzen davor, ganz links die Verkehrsschilder, darunter das Einbahnstraßenschild der Schützenstraße. Dazwischen nimmt der große Sonnenschirm ordentlich Raum ein. Ganz rechts der Pfeiler vom Bitte-lächeln-Haus.
Der Schirm mit den Falten des Stoffes war beim Zeichnen eine kleine Herausforderung. Viel Zeit bleibt beim schnellen Skizzieren nicht, um lange darüber nachzudenken. Also Strich für Strich, so wie es gerade vor Augen liegt. Am Ende ist auf dem Papier ein Mini-Ausschnitt aus dem Karlsruher Straßenleben geblieben.
Dienstag, 25. August 2026
Dammerstock Gaststätte
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| Nürnberger Straße 1, August 2026 |
Die Zeichnung zeigt die "Gaststätte zum Dammerstock" in der Nürnberger Straße 1, direkt an der Bushaltestelle. Das fast 100 Jahre alte Gebäude der denkmalgeschützten Dammerstock-Siedlung ist heute ein Nachbarschaftstreff mit Biergarten, Pizza und Drinks. Im Schatten der Bäume liegt der gemütliche Außenbereich. Die Architektur hat klares, sachliches Bauhaus-Flair. Vergangenes Jahr hatte hier das Restaurant "Erasmus" seinen Betrieb eingestellt. Seit Juni 2026 sind jetzt die Macher*innen der "Fettschmelze" hier aktiv. Sie nennen es wohl das „Dammi“ und verbinden Gastronomie und Treffpunkt.
Freitag, 21. August 2026
Hell
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| Kunstmuseum Karlsruhe: Bleistiftskizze nach Marlene Dumas, August 2026 |
Marlene Dumas (*1953): Hell (The People of the Artworld in Monets Lake of the Searoses)
Donnerstag, 20. August 2026
Naturkundemuseum
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| Friedrichsplatz, August 2026 |
Sketchen am Friedrichsplatz: Das Naturkundemuseum Karlsruhe im Sommer. Allerdings hat es leicht geregnet. Wer genau hinschaut, entdeckt ein paar Tropfen auf dem Hausdach. Links flattern die Werbefahnen des Museums, davor auf der Rasenfläche sieht man die bronzenen „Springenden Panther“ von Andreas Helmling. Dahinter steht der Quetzalcoatlus, das rund 5,70 Meter hohe Modell eines Riesenflugsauriers, das ursprünglich für eine Sonderausstellung aufgestellt wurde und bis heute vor dem Museum stehen geblieben ist.
In der Mitte der Zeichnung zu sehen ist der „Mittelrisalit“ des Museumbaus. Das Gebäude wurde nach Plänen des Karlsruher Hofbaumeisters Karl Joseph Berckmüller zwischen 1865 und 1876 als renaissancistische Dreiflügelanlage errichtet und gilt als zweitältester Museumsbau Deutschlands. Oben auf dem Mittelrisalit thronen vier Marmorfiguren des Bildhauers Carl Johann Steinhäuser: Ethnografia für die Völkerkunde, Minerva für Wissenschaft und Künste, Klio für Geschichte und Altertümer und Isis für die Naturwissenschaften. Sie weisen auf die ursprünglichen Sammlungsbereiche des Hauses hin.
Halb rechts kündigt ein großes blaues Plakat die aktuelle Sonderausstellung „Versammelt“ an. Unten kreuzen Passanten und ein Radfahrer die Erbprinzenstraße zwischen den bunt bepflanzten BlumenrabattenMittwoch, 19. August 2026
Eingang Stadtbibliothek
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| Neues Ständehaus am Friedrichsplatz, August 2026 |
Die Türen der Stadtbibliothek Karlsruhe im neuen Ständehaus stehen an diesem heißen 19. August weit offen. Eine Frau im langen roten T-Shirt kommt gerade heraus, ausgeliehene Medien in der Hand, den Fahrradhelm auf dem Kopf; gleich neben ihr geht ein Mann hinein. Links vom Eingang lehnen ein Roller und ein Kinderfahrrad an dem großen, quaderförmigen Säulenschild, das auf das Neue Ständehaus verweist. Das Vordach über dem Eingang verspricht Schutz vor Regen, während ganz rechts die Medienrückgabe zu sehen ist. Hier können Bücher und andere Medien auch dann zurückgegeben werden, wenn die Bibliothek geschlossen hat.
Fast in der Bildmitte ragt die über der Eingangstür die hochgezogene Fensterfront ins Bild. In den großen Fensterscheiben spiegeln sich die Fenster des gegenüberliegenden historischen Gebäudes der BW-Bank am Friedrichsplatz. Und auch die Architektur selbst erzählt von Vergangenheit und Gegenwart: Die modernen Mauerwerksteine des Bibliotheksgebäudes sind dem Erscheinungsbild des verlorenen historischen Ständehauses nachempfunden.
Freitag, 7. August 2026
Am Lidellplatz
Samstag, 1. August 2026
Eingang Stadtarchiv
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| Markgrafenstraße 29, Juli 2026 |
Hier lagern alte Dokumente, Fotos, Bücher, Grafiken. Vielleicht landen ja auch Urban Sketches mal irgendwann im Archiv? Als Zeitzeugnisse? Sommerlicher Nachmittag am Eingang vom Stadtarchiv Karlsruhe. Eine Zeichnung von mir aus der Corona-Zeit hat es übrigens ins Stadtarchiv geschafft und liegt dort.
Freitag, 31. Juli 2026
Am Kongressplatz
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| Wasser und Rasensprenger an den Blumenrabatten, Juli 2026 |
Die Skizze zeigt eine typische Urban-Sketching-Szene aus Karlsruhe. Habe sie in das kleine Ringbuch-Sketchbook gezeichnet. Die Spiralbindung bleibt bewusst als Teil der Bildwirkung erhalten. Die Doppelseite ist eine spontane Vor-Ort-Zeichnung, schnell, konzentriert, mit Blick für das Auffällige.
Standort ist am Kongressplatz, unmittelbar an den Blumenrabatten vor dem Novotel. Links steht eine Parkbank, daneben eine Laterne mit zwei Leuchten. Eine zweite, baugleiche Laterne bildet rechts den Gegenpol des Bildes und rahmt die Szene ein.
Zwischen den Laternen im Hintergrund der Straßenraum. Fahrzeuge – darunter ein Fahrradfahrer und ein Auto – beleben die Straße. Die Architektur bleibt reduziert dargestellt. Die Spiralbindung teilt die Zeichnung in zwei Hälften. Sie stört, unterstreicht aber den Charakter des Skizzenbuchs als Arbeitsmedium und erinnert daran, dass die Zeichnung direkt vor Ort entstanden ist.
Das Schönste an der Skizze? Eigentlich das, was man gar nicht anfassen kann: das Wasser. Die feinen Striche sind die Sprühbögen der Rasensprenger, die gerade über die Blumenrabatten tanzen. Zusammen mit Fahrrad, Autos und dem sommerlichen Grün entsteht eine Szene, die sich fast bewegt.Donnerstag, 30. Juli 2026
Am Entenfang
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| Fußgänger in Mühlburg, Juli 2026 |
Manche Orte sind keine Postkartenmotive und gerade deshalb spannend. Der Entenfang in Karlsruhe-Mühlburg gehört dazu. Straßenbahnen und Busse treffen hier aufeinander, Autos schieben sich in Richtung Innenstadt, Fußgänger warten an der Ampel. Wer sich mit Skizzenbuch und Stift an diesen Verkehrsknoten setzt, zeichnet weniger ein Gebäude als den Rhythmus der Stadt.
Rechts im Hintergrund ist der "nahkauf" zu erkennen. Die Ampelmasten geben dem Bild Struktur, die Fußgängerfurt führt den Blick durch die Szene, wartende Menschen werden zu kleinen Ruhepunkten zwischen all der Bewegung. Am Entenfang zeigt sich Karlsruhe nicht von seiner repräsentativen Seite, sondern so, wie die Stadt jeden Tag funktioniert. Kein Postkartenmotiv, aber voller kleiner Geschichten zwischen zwei Ampelphasen.
Mittwoch, 29. Juli 2026
Synagoge
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| Jüdische Kultusgemeinde Karlsruhe, Juli 2026 |
36 Grad im Schatten. Für meine Skizze der Karlsruher Synagoge suche ich mir deshalb keinen Platz direkt vor dem Gebäude, sondern die gegenüberliegende Straßenseite. Unter den hohen Bäumen bei den Wohnhäusern der von-Beck-Straße gibt's Schatten. Guter Ort, um zu sitzen, zu beobachten und langsam Strich für Strich das Gebäude zu sketchen.
Die Synagoge ist eine zeichnerische Herausforderung. Die Kubatur ist klar, aber komplex und - na ja - so ganz richtig ist es nicht getroffen. Aber geschenkt! Der Charakter des Gebäudes und alles, was davor so los ist, kommt gut rüber.
Vor der Synagoge steht ein großes Plakat, das den Blick auf die Baustelle der Zukunft lenkt: „Wir bauen für unsere Zukunft“. Das Gemeindezentrum der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe wird erweitert. Das ist schön. Da kommt der Urban Sketcher gerne wieder!
Montag, 27. Juli 2026
Marktplatz Sommer
Donnerstag, 23. Juli 2026
Dienstag, 21. Juli 2026
Dienstag, 14. Juli 2026
Konrinthisches Kapitell
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| Konzerthaus Karlsruhe, Juli 2026 |
Manchmal lohnt der Blick nach oben. Eines der korinthischen Kapitelle am Konzerthaus zeigt, dass da viele Details an der Fassade zu entdecken sind. Fein ausgearbeitete Blätter und Ornamente und Eleganz von historischer bzw. historisierender Architektur. Im Sketch ist natürlich alles nur sehr grobstrichig dargestellt. Der blaue Textmarker zeigt, wo der Schatten gefallen ist. Immerhin kriegt das Ganze dadurch etwas Tiefe.
Konzerthaus Karlsruhe
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| In der kleinen Parkanlage, Juli 2026 |
Vor dem Konzerthaus hat Karlsruhe in diesen Sommertagen eine kleine grüne Oase. Das Gartenbauamt hält Blumenbeete und Rasen in super Zustand. Das überrascht angesichts der langen Trockenheit in diesem heißen Sommer. Während anderswo das Gras längst verbrannt ist, leuchtet hier sattes Grün. Ein idealer Ort, um den Skizzenblock aufzuschlagen und den Blick über die gepflegte Anlage bis zur markanten Fassade des Konzerthauses schweifen zu lassen. Den Rasen und das Grün habe ich nicht gesketcht. Entsprechendes Material war gerade halt nicht zur Hand. Bald wird das Konzerthaus noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Es wird Interims-Spielstätte des Badischen Staatstheaters während der Sanierung.
Lehners Wirtshaus
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| Am Ludwigsplatz, Juli 2026 |
Am Ludwigsplatz morgens ist Bewegung. Vor dem Lehners Wirtshaus rauschen Fahrradfahrer vorbei, wohl auf dem Weg zur Arbeit rein in die Innenstadt. Der Schatten der Bäume bietet einen angenehmen Platz zum Sketchen. Die Baumkronen habe ich nur mit grünen Streifen angedeutet. Mehr braucht es nicht. Sie spenden Kühle und rahmen mein Quadratbild ein. Für einen Moment wird aus dem morgendlichen Durchgangsort eine schöne Freiluftkkulisse.




















